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Schwerpunkte der Psychotherapie

Psychotherapie bei traumatischen Erlebnissen und PTBS in 1190 Wien

Behutsame Orientierung für Menschen, die nach einem überwältigenden Erlebnis unter anhaltender Anspannung, Vermeidung oder Wiedererleben leiden.

Für eine erste Anfrage genügen wenige Kontaktdaten. Bitte senden Sie keine ausführlichen Gesundheitsinformationen.

Kurz gesagt: Nach einem Trauma braucht es Sicherheit, Zeit und einen passenden Rahmen

Ein traumatisches Erlebnis kann die bisherigen Möglichkeiten, Gefahr und Belastung zu verarbeiten, überwältigen. Manche Menschen erholen sich mit der Zeit und durch Unterstützung, andere entwickeln anhaltende Beschwerden. Eine posttraumatische Belastungsstörung – kurz PTBS – ist eine fachlich definierte mögliche Traumafolge. Nicht jedes erschütternde Erlebnis führt zu einer PTBS, und nicht jede starke Belastungsreaktion nach einem Ereignis ist bereits eine psychische Erkrankung.

Psychotherapeutische Unterstützung kann dabei helfen, Reaktionen verständlich einzuordnen, Stabilität aufzubauen und einen angemessenen Umgang mit Erinnerungen, Gefühlen und Alltagssituationen zu entwickeln. Eine direkte, detaillierte Konfrontation mit dem Erlebten ist nicht automatisch der erste oder richtige Schritt. Zunächst muss geklärt werden, wie sicher die aktuelle Lebenssituation ist, welche Beschwerden bestehen und ob ein ambulantes Setting ausreicht.

In der Praxis in 1190 Wien bietet Wioleta Bryniarska, BA.pth., als Psychotherapeutin i.A.u.S. ein Erstgespräch zur Orientierung an. Bei vermuteter oder diagnostizierter PTBS wird dabei geklärt, ob das Anliegen im Rahmen dieser Praxis verantwortungsvoll begleitet werden kann oder eine Weitervermittlung an traumaspezifisch qualifizierte Fachpersonen angezeigt ist.

Trauma, Belastungsreaktion und PTBS unterscheiden

Der Begriff „Trauma“ wird im Alltag sehr weit verwendet. Fachlich kommt es nicht nur darauf an, dass ein Ereignis schrecklich oder belastend war, sondern auch auf Art, Umstände und individuelle Verarbeitung. Mögliche Auslöser können beispielsweise Gewalt, Missbrauch, schwere Unfälle, Katastrophen, Krieg, lebensbedrohliche Erkrankungen oder der plötzliche Tod eines nahestehenden Menschen sein. Wiederholte oder länger andauernde Erfahrungen können andere Folgen haben als ein einzelnes Ereignis.

Nach einer extremen Belastung sind starke Reaktionen zunächst verständlich. Dazu können Unruhe, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, intensive Erinnerungen oder das Bedürfnis nach Rückzug gehören. Ob eine PTBS oder eine andere behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt, hängt von einem umfassenden fachlichen Bild ab. Auch Depressionen, Ängste, Dissoziation, körperliche Beschwerden, Substanzkonsum oder Trauer können eine Rolle spielen. Ärztliche und klinisch-psychologische Abklärungen können deshalb zusätzlich wichtig sein.

Mögliche Beschwerden und Anliegen

Traumafolgen können sich von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich zeigen. Menschen suchen unter anderem Unterstützung, wenn sie Folgendes erleben:

  • ungewollte, lebhafte Erinnerungen, Bilder oder Albträume;
  • das Gefühl, als geschehe ein Teil des Erlebnisses gerade erneut;
  • starke körperliche Alarmreaktionen bei Gerüchen, Geräuschen, Orten oder Begegnungen;
  • Vermeidung von Erinnerungen, Gesprächen, Personen oder bestimmten Wegen;
  • anhaltende Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit oder das Gefühl, nie abschalten zu können;
  • Schlaf- und Konzentrationsprobleme;
  • emotionale Taubheit, Leere oder das Gefühl, von sich selbst entfernt zu sein;
  • Schuld- oder Schamgefühle, wobei empfundene Schuld und tatsächliche Verantwortung sorgfältig voneinander unterschieden werden sollten;
  • Reizbarkeit, Wut oder Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen;
  • sozialer Rückzug und Verlust von Interessen;
  • körperliche Beschwerden, für die auch medizinische Ursachen abgeklärt werden sollten;
  • Schwierigkeiten in Nähe, Sexualität, Arbeit oder Elternschaft;
  • der Einsatz von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen zur kurzfristigen Beruhigung.

Diese Beispiele sind keine Checkliste zur Selbstdiagnose. Manche Reaktionen treten auch in anderen Belastungssituationen auf. Wenn Sie unsicher sind, kann ein persönliches Gespräch der erste Schritt zu einer fachlichen Einordnung sein.

Warum behutsames Vorgehen wichtig ist

Viele Betroffene befürchten, sie müssten gleich zu Beginn alles im Detail erzählen. Das ist nicht erforderlich. Für eine erste Orientierung kann eine allgemeine Beschreibung genügen: Was belastet Sie heute, wann wird es besonders schwierig, wie sicher ist Ihre aktuelle Situation und welche Unterstützung gibt es bereits? Sie bestimmen mit, wie viel Sie wann erzählen.

Eine verantwortungsvolle Traumabehandlung berücksichtigt, dass intensive Erinnerungsarbeit überfordern oder destabilisieren kann, wenn Sicherheit, Stabilität oder passende Fachkompetenz fehlen. Bei akuter Suizidalität, psychotischem Erleben, fortgesetzter Gewalt oder anderen schweren Krisen kann eine direkte Auseinandersetzung mit dem Trauma ungeeignet sein. Dann stehen Schutz, Krisenversorgung und eine angemessene multiprofessionelle Unterstützung im Vordergrund.

Traumaspezifische Verfahren erfordern einen fachlich passenden Rahmen. Ob ein solches Verfahren angezeigt ist und wer es anbieten sollte, muss individuell geklärt werden. Falls der Praxisrahmen dafür nicht ausreicht, wird eine Weitervermittlung an entsprechend qualifizierte Fachpersonen besprochen.

Mögliche Ziele einer psychotherapeutischen Begleitung

Je nach Situation können zunächst alltagsnahe und stabilisierende Ziele sinnvoll sein. Dazu zählen beispielsweise:

  • aktuelle Belastung und persönliche Warnzeichen besser verstehen;
  • mehr Orientierung in Momenten starker Anspannung oder innerer Entfernung gewinnen;
  • hilfreiche Möglichkeiten zur Beruhigung und Selbstfürsorge entwickeln;
  • Schlaf, Tagesstruktur und soziale Unterstützung berücksichtigen;
  • belastende Schuld- und Schamzuschreibungen vorsichtig prüfen;
  • persönliche Grenzen und Sicherheitsbedürfnisse klarer wahrnehmen;
  • den Einfluss vergangener Erfahrungen auf heutige Beziehungen verstehen;
  • eine traumaspezifische Weiterbehandlung vorbereiten, falls sie erforderlich ist;
  • langfristig wieder mehr Teilhabe und selbstbestimmte Entscheidungen ermöglichen.

Diese Ziele sind Beispiele und keine feste Abfolge. Psychotherapie verspricht weder das Vergessen des Erlebten noch eine vollständige Beschwerdefreiheit. Sie kann einen Prozess unterstützen, in dem das Ereignis weniger unkontrolliert in die Gegenwart eingreift und mehr Handlungsspielraum entsteht.

Stabilisierung ist mehr als eine einzelne Übung

Stabilisierung bedeutet nicht, belastende Erinnerungen dauerhaft zu vermeiden oder immer ruhig sein zu müssen. Gemeint ist ein ausreichend sicherer innerer und äußerer Rahmen, in dem Anspannung wahrgenommen und wieder beeinflusst werden kann. Dazu können verlässliche Tagesstrukturen, erreichbare Unterstützung, medizinische Versorgung, Schutz vor weiterer Gewalt und individuell passende Möglichkeiten zur Orientierung in der Gegenwart gehören.

Welche Schritte hilfreich sind, unterscheidet sich von Person zu Person. Eine Technik, die anderen hilft, kann unangenehm oder überfordernd sein. Deshalb sollten Übungen nicht als Pflicht oder Test der Belastbarkeit verstanden werden. Ebenso wichtig ist die reale Lebenssituation: Ohne sicheren Wohnort, bei fortgesetzter Gewalt oder in einer akuten Krise reichen Selbstberuhigungsübungen nicht aus. Dann braucht es vorrangig Schutz und gegebenenfalls spezialisierte, multiprofessionelle Unterstützung.

So kann der Beginn aussehen

1. Kontakt aufnehmen, ohne Details preiszugeben

Im Kontaktformular genügen Name, Erreichbarkeit und ein kurzer Satz wie „Ich suche Unterstützung nach einer belastenden Erfahrung“. Bitte senden Sie dort keine Beschreibung von Gewalt, Diagnosen oder ausführliche Gesundheitsdaten. Das Formular ist kein Krisenkanal.

2. Sicherheit und aktuelle Situation besprechen

Im Erstgespräch wird zunächst geklärt, ob aktuell Gefahr besteht, ob der belastende Kontakt andauert und wie der Alltag bewältigt werden kann. Auch vorhandene Unterstützung, Medikamente, körperliche Beschwerden und bisherige Behandlungen können relevant sein.

3. Passung des Settings prüfen

Gemeinsam wird besprochen, ob eine ambulante Einzelbegleitung genügt. Bei komplexen Beschwerden, hoher Instabilität, akuter Gefährdung, ausgeprägter Dissoziation, Suchtproblemen oder fehlender äußerer Sicherheit kann ein spezialisiertes Team, eine fachärztliche Mitbehandlung oder eine stationäre beziehungsweise tagesklinische Versorgung notwendig sein.

4. Ziele und Tempo vereinbaren

Wenn der Rahmen passt, werden Ziele so konkret wie möglich formuliert. Zu Beginn kann es sinnvoller sein, an Schlaf, Krisenplänen, Orientierung oder Selbstfürsorge zu arbeiten, statt die Vergangenheit detailliert zu rekonstruieren. Das Tempo wird nicht durch Neugier oder Leistungsdruck bestimmt.

5. Verlauf regelmäßig gemeinsam prüfen

Belastung kann schwanken. Daher wird reflektiert, ob Gespräche stabilisieren, ob zusätzliche Hilfe nötig ist und ob der gewählte Rahmen weiterhin ausreicht. Eine Änderung oder Weitervermittlung kann eine fachlich sinnvolle Entscheidung sein.

Alltagsnahe Orientierung bei hoher Anspannung

Bei einem Gefühl von Überflutung kann es manchen Menschen helfen, die Aufmerksamkeit vorsichtig in die Gegenwart zu lenken: den Boden unter den Füßen wahrnehmen, den Raum beschreiben, den aktuellen Tag und Ort benennen oder einen vertrauten Gegenstand ansehen. Nicht jede Technik passt zu jeder Person; besonders Atem- oder Körperübungen können bei manchen Menschen die Anspannung erhöhen. Was hilfreich ist, sollte ohne Zwang ausprobiert und möglichst im persönlichen Rahmen besprochen werden.

Ein einfacher Plan kann festhalten, woran eine Verschlechterung erkennbar ist, welche sicheren Personen erreichbar sind und welche professionelle Stelle kontaktiert werden soll. Dieser Plan gehört an einen zugänglichen Ort und ersetzt im Notfall nicht den Anruf bei Rettung oder Krisendienst.

Regelmäßiges Essen, Schlafgelegenheiten, Bewegung, ein begrenzter Medienkonsum und verlässliche Kontakte können die Stabilisierung unterstützen. Sie sind keine Traumatherapie. Alkohol, nicht verordnete Beruhigungsmittel oder andere Substanzen können kurzfristig dämpfen, Beschwerden und Risiken aber verstärken; bei problematischem Konsum braucht es spezialisierte Hilfe.

Laufende Gewalt und Schutz

Wenn die bedrohliche Situation noch besteht, hat reale Sicherheit Vorrang. Psychotherapie allein kann keinen Schutz vor einer gewaltausübenden Person herstellen und ersetzt weder Polizei noch Gewaltschutz, medizinische Versorgung oder sichere Unterbringung. In unmittelbarer Gefahr wählen Sie 133, 144 oder 112. Spezifische Beratungsstellen können zusätzlich bei Sicherheitsplanung, rechtlichen Fragen und Schutzmöglichkeiten unterstützen.

Grenzen des Praxisangebots

Eine ambulante psychotherapeutische Praxis ist keine Notfallambulanz und nicht rund um die Uhr erreichbar. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnostik, keine stationäre Versorgung und keine traumaspezifische Spezialbehandlung, wenn diese erforderlich ist. Medikamente werden ausschließlich durch Ärztinnen und Ärzte verordnet und kontrolliert.

Auch Erinnerungen, die fragmentarisch oder unsicher sind, müssen behutsam behandelt werden. Psychotherapie ist kein Verfahren, um die historische Wahrheit einer Erinnerung gerichtsfest zu bestimmen. Bei rechtlichen Verfahren oder forensischen Fragen sind entsprechend qualifizierte Stellen notwendig.

Akute Krise oder unmittelbare Gefahr

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, konkreten Suizidabsichten, unmittelbarer Gewalt oder wenn Sie sich nicht sicher durch die nächsten Stunden bringen können, rufen Sie die Rettung 144, die Polizei 133 oder den Euronotruf 112. Der Sozialpsychiatrische Notdienst Wien ist rund um die Uhr unter 01 313 30 erreichbar. Die TelefonSeelsorge bietet unter 142 österreichweit kostenlose, vertrauliche Gespräche rund um die Uhr.

Häufige Fragen

Muss ich das traumatische Erlebnis im Erstgespräch genau schildern?

Nein. Für die erste Einschätzung genügt häufig, die aktuelle Belastung und den Unterstützungsbedarf allgemein zu beschreiben. Detaillierte Inhalte werden nur in einem passenden Rahmen und Tempo besprochen.

Ist jede belastende Erinnerung eine PTBS?

Nein. Eine PTBS wird anhand fachlicher Kriterien und des Gesamtbilds diagnostiziert. Belastende Erinnerungen können auch Teil anderer Reaktionen oder Erkrankungen sein. Eine Onlinebeschreibung erlaubt keine verlässliche Zuordnung.

Beginnt Traumatherapie immer mit Konfrontation?

Nein. Sicherheit, Stabilität, Diagnostik und Behandlungsplanung sind wesentlich. Ob und wann eine erinnerungsbezogene Methode sinnvoll ist, hängt von Situation, Risiken, Einwilligung und fachlicher Qualifikation ab.

Kann ich kommen, wenn die Erfahrung lange zurückliegt?

Ja, auch lange zurückliegende Ereignisse können heute relevant sein. Im Erstgespräch wird nicht allein auf den Zeitpunkt geschaut, sondern auf aktuelle Beschwerden, Ziele und den geeigneten Rahmen.

Können Medikamente bei PTBS helfen?

Medikamente können in bestimmten Fällen ärztlich als Teil eines Gesamtplans erwogen werden. Sie werden nicht von der Psychotherapeutin verordnet. Nutzen, Risiken und Kontrollen besprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Was, wenn ich während der Wartezeit in eine Krise gerate?

Warten Sie nicht auf eine Antwort aus dem Kontaktformular. Nutzen Sie bei akuter Gefahr sofort Rettung, Polizei oder Euronotruf und bei einer psychiatrischen Krise den Sozialpsychiatrischen Notdienst. Die Nummern finden Sie im Abschnitt darüber.

Erstgespräch in 1190 Wien anfragen

Für eine erste Anfrage müssen Sie das Erlebte nicht schildern. Im geschützten Gespräch kann geklärt werden, welche Unterstützung aktuell hilfreich und sicher ist und ob der Praxisrahmen von Wioleta Bryniarska, BA.pth., Psychotherapeutin i.A.u.S., für Ihr Anliegen passend ist.

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Erster Kontakt

In Ruhe klären, ob der Rahmen passt.

Im Erstgespräch können Sie Ihr Anliegen schildern und offene Fragen besprechen. Danach entscheiden Sie in Ruhe über mögliche nächste Schritte.

Akute Krise: Die Praxis ist keine Notfallstelle. Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01 31330; bei unmittelbarer Gefahr 144 oder 112, bei akuter Gewalt auch Polizei 133. Auch Suizidgedanken ohne konkreten Plan können dringende Hilfe erfordern.