Praxis in 1190 Wien Persönlicher Erstkontakt 0660 66 93 849

Schwerpunkte der Psychotherapie

Selbstwert und Persönlichkeitsentwicklung in 1190 Wien

Psychotherapeutische Begleitung bei starker Selbstkritik, unsicheren Grenzen und dem Wunsch, persönliche Muster besser zu verstehen.

Für eine erste Anfrage genügen wenige Kontaktdaten. Bitte senden Sie keine ausführlichen Gesundheitsinformationen.

Kurz gesagt: Sich selbst verstehen, statt sich ständig zu bewerten

Ein schwankender oder verletzlicher Selbstwert kann sich darin zeigen, dass Anerkennung kaum ankommt, Kritik lange nachwirkt oder die eigenen Bedürfnisse regelmäßig hinter den Erwartungen anderer zurückstehen. Persönlichkeitsentwicklung bedeutet in der Psychotherapie nicht, ein „besserer“ oder leistungsfähigerer Mensch werden zu müssen. Es kann vielmehr darum gehen, die eigene Geschichte, Gefühle, Beziehungen und wiederkehrenden Muster genauer zu verstehen und daraus stimmigere Entscheidungen zu entwickeln.

Psychotherapie kann einen verlässlichen Rahmen bieten, in dem Selbstzweifel, innere Ansprüche und persönliche Wünsche ohne vorschnelle Bewertung betrachtet werden. In der Praxis in 1190 Wien lässt sich im Erstgespräch klären, was Sie verändern möchten, worunter Sie aktuell leiden und ob eine psychotherapeutische Begleitung für Ihr Anliegen passend ist. Sie brauchen dafür weder eine Diagnose noch ein fertig formuliertes Ziel.

Wioleta Bryniarska, BA.pth., arbeitet als Psychotherapeutin i.A.u.S. Die Zusammenarbeit wird regelmäßig fachlich supervidiert. Konkrete Ziele entstehen gemeinsam; ein bestimmter Erfolg, eine feste Dauer oder eine vorgegebene Form der Persönlichkeitsentwicklung kann seriös nicht versprochen werden.

Selbstwert ist mehr als Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein wird im Alltag oft mit sicherem Auftreten verbunden. Selbstwert betrifft jedoch auch die innere Beziehung zu sich selbst: Darf ich Fehler machen? Erlebe ich mich auch dann als wertvoll, wenn etwas nicht gelingt? Kann ich Bedürfnisse wahrnehmen, Grenzen setzen und gleichzeitig mit anderen verbunden bleiben? Wie behandle ich mich innerlich, wenn ich unsicher, traurig oder überfordert bin?

Ein stabilerer Selbstwert bedeutet nicht, immer überzeugt aufzutreten, keine Zweifel mehr zu haben oder Kritik gleichgültig abzutun. Unsicherheit gehört zum menschlichen Erleben und ist nicht automatisch krankheitswertig. Belastend kann es werden, wenn der eigene Wert fast ausschließlich von Leistung, Aussehen, Harmonie, Kontrolle oder Zustimmung abhängt und dadurch der Handlungsspielraum kleiner wird.

Typische Anliegen – ohne daraus eine Diagnose abzuleiten

Menschen suchen aus sehr unterschiedlichen Gründen psychotherapeutische Begleitung. Beim Thema Selbstwert und persönliche Entwicklung können beispielsweise folgende Erfahrungen eine Rolle spielen:

  • ein strenger innerer Ton und häufige Selbstabwertung;
  • das Gefühl, trotz Leistung nie wirklich zu genügen;
  • starke Angst vor Fehlern, Kritik oder Zurückweisung;
  • Schwierigkeiten, Komplimente oder Anerkennung anzunehmen;
  • häufiges Vergleichen mit anderen, besonders in sozialen Medien oder im Beruf;
  • übermäßiges Anpassen, um Konflikte oder Ablehnung zu vermeiden;
  • Unsicherheit beim Setzen und Einhalten persönlicher Grenzen;
  • Schuldgefühle, sobald eigene Bedürfnisse Raum bekommen;
  • Perfektionismus, Aufschieben oder Rückzug aus Angst vor Bewertung;
  • wiederkehrende Beziehungen, in denen die eigene Position verloren geht;
  • Unklarheit darüber, was man selbst möchte – unabhängig von Erwartungen;
  • der Wunsch, Übergänge oder neue Lebensphasen bewusster zu gestalten.

Diese Themen können für sich stehen oder im Zusammenhang mit Ängsten, depressiven Beschwerden, belastenden Beziehungserfahrungen, Stress, Traumafolgen oder anderen psychischen Problemen auftreten. Eine Website kann diese Zusammenhänge nicht diagnostisch klären. Bei länger anhaltenden oder starken Beschwerden kann auch eine ärztliche beziehungsweise klinisch-psychologische Abklärung sinnvoll sein.

Wie alte Regeln bis heute wirksam sein können

Manche Menschen berichten, bereits früh Vorstellungen darüber entwickelt zu haben, was sie tun müssen, um dazuzugehören, Sicherheit zu erleben oder Anerkennung zu erhalten. Solche inneren Regeln können einmal hilfreich oder notwendig gewesen sein: „Ich darf niemanden belasten“, „Nur wenn ich alles richtig mache, bin ich sicher“ oder „Meine Gefühle sind zu viel“. Später können dieselben Regeln einengen, obwohl sich die Lebenssituation verändert hat.

Psychotherapeutische Arbeit kann helfen, solche Muster nicht als persönliche Schwäche, sondern als verständliche Reaktionen in einem bestimmten Zusammenhang zu betrachten. Verstehen allein führt nicht automatisch zu Veränderung, kann aber einen weniger beschämenden Ausgangspunkt schaffen. Darauf aufbauend lässt sich prüfen, welche Haltungen heute noch tragen, welche Kosten sie verursachen und welche alternativen Erfahrungen möglich werden sollen.

Mögliche Themen und Ziele im therapeutischen Rahmen

Der Inhalt richtet sich nach Ihrer Situation. Mögliche Arbeitsrichtungen können sein:

  • eigene Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen früher wahrnehmen;
  • Selbstkritik von hilfreicher Verantwortung unterscheiden;
  • mit Fehlern und Unsicherheit weniger abwertend umgehen;
  • wiederkehrende Beziehungsmuster erkennen und neue Reaktionen erproben;
  • persönliche Werte von äußeren Erwartungen unterscheiden;
  • Entscheidungen nicht nur aus Angst oder Anpassung treffen;
  • Ressourcen und bisherige Bewältigungsleistungen realistischer würdigen;
  • Widersprüche aushalten, ohne sofort eine perfekte Lösung finden zu müssen;
  • realistische, selbstbestimmte Schritte für Beruf, Beziehungen oder Alltag entwickeln.

Dabei wird Selbstwert nicht durch allgemeine positive Sätze „hergestellt“. Auch die Aufforderung, einfach selbstbewusster zu sein, greift meist zu kurz. Ein tragfähiger Prozess nimmt ernst, wie sich ein Selbstbild entwickelt hat, was es heute stabilisiert und welche Veränderungen emotional überhaupt zugänglich sind.

Selbstwert in Beziehungen und Entscheidungen

Selbstwert zeigt sich nicht nur in Gedanken über die eigene Person. Er wird oft in konkreten Situationen spürbar: wenn eine Bitte abgelehnt werden soll, Kritik kommt, Nähe unsicher macht oder eine Entscheidung nicht allen Erwartungen entspricht. Wer den eigenen Wert stark von Zustimmung abhängig erlebt, kann Konflikte vermeiden, Verantwortung übernehmen, die eigentlich geteilt werden müsste, oder eigene Wünsche erst sehr spät wahrnehmen. Das ist nicht automatisch eine Störung, kann aber auf Dauer erschöpfen und Beziehungen einseitig machen.

Im therapeutischen Rahmen kann eine einzelne Situation langsam betrachtet werden: Was war tatsächlich gesagt oder getan worden? Welche Bedeutung bekam es innerlich? Welche Befürchtung entstand, und welche Reaktion folgte? So lässt sich zwischen beobachtbaren Ereignissen, vertrauten Deutungen und heutigen Möglichkeiten unterscheiden. Ziel ist nicht, grundsätzlich unabhängig von anderen zu werden. Verbundenheit und Rückmeldung bleiben wichtig. Mehr innere Stabilität kann jedoch bedeuten, Anerkennung annehmen zu können, ohne vollständig von ihr abhängig zu sein, und Grenzen zu setzen, ohne den eigenen Wert sofort infrage zu stellen.

Ein möglicher Ablauf der psychotherapeutischen Begleitung

1. Ihr Anlass für die Kontaktaufnahme

Vielleicht gab es einen konkreten Auslöser – einen Konflikt, eine Trennung, eine neue Aufgabe, Kritik im Beruf oder das Gefühl, schon lange im selben Muster festzustecken. Im Erstkontakt genügen wenige Angaben. Sensible Lebensgeschichte und Gesundheitsdaten gehören nicht in das Kontaktformular, sondern in ein geschütztes persönliches Gespräch.

2. Gemeinsame Orientierung im Erstgespräch

Im Erstgespräch können Sie schildern, was Sie belastet und was sich verändern sollte. Gleichzeitig prüfen Sie, ob Gesprächsatmosphäre und Rahmen für Sie stimmig sind. Wichtige Fragen dürfen offenbleiben; nicht alles muss in einer Sitzung erzählt oder verstanden werden.

3. Persönliche Ziele konkretisieren

„Mehr Selbstwert“ kann für verschiedene Menschen etwas völlig anderes bedeuten. Gemeinsam lässt sich genauer übersetzen, woran eine hilfreiche Veränderung im Alltag erkennbar wäre: etwa eine Grenze aussprechen, eine Entscheidung nicht endlos rechtfertigen, Anerkennung annehmen oder nach einem Fehler schneller in einen sachlichen Umgang zurückfinden.

4. Wiederkehrende Situationen untersuchen

Konkrete Alltagsszenen machen innere Abläufe oft greifbarer. Was geschieht vor einer Selbstabwertung? Welche Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen treten auf? Welche Reaktion schützt kurzfristig, und welchen Preis hat sie langfristig? Die Betrachtung soll nicht der Selbstkontrolle dienen, sondern Zusammenhänge verständlicher machen.

5. Neue Schritte erproben und auswerten

Veränderung kann bedeuten, in überschaubaren Situationen anders zu handeln, Gefühle länger wahrzunehmen oder eine bisher vermiedene Position auszusprechen. Solche Schritte werden nicht als Leistungsprüfung bewertet. Auch Ambivalenz, Rückzug oder Rückschritte liefern Informationen und können Teil der gemeinsamen Reflexion sein.

Orientierung für den Alltag

Zwischen Gesprächen kann eine kurze, freundliche Beobachtung nützlich sein: In welcher Situation wurde die innere Kritik besonders laut? Was wurde tatsächlich gesagt oder getan, und was habe ich darüber hinaus befürchtet? Wie würde ich mit einer nahestehenden Person in derselben Lage sprechen? Die Frage soll Selbstmitgefühl ermöglichen, nicht einen weiteren Maßstab erzeugen, den man „richtig“ erfüllen muss.

Hilfreich kann auch sein, kleine Entscheidungen bewusst wahrzunehmen: Möchte ich zustimmen, brauche ich Bedenkzeit oder wäre ein Nein stimmiger? Gerade bei starker Anpassung kann ein Aufschub wie „Ich melde mich morgen dazu“ bereits Handlungsspielraum schaffen. Grenzen müssen nicht aggressiv sein; sie dürfen klar, freundlich und unvollkommen formuliert werden.

Persönliche Entwicklung braucht außerdem Pausen. Wer sich ständig analysiert, kann den Kontakt zu unmittelbaren Erfahrungen verlieren. Bewegung, Schlaf, Interessen, soziale Beziehungen und Zeiten ohne Optimierungsauftrag sind keine Nebensache. Sie ersetzen keine Therapie, können aber Stabilität und Perspektive unterstützen.

Was die Begleitung nicht verspricht

Psychotherapie ist kein standardisiertes Coachingprogramm, keine schnelle Methode zur Selbstoptimierung und keine Garantie für beruflichen, sozialen oder partnerschaftlichen Erfolg. Sie kann einen Raum für Verständnis und Veränderung eröffnen, aber niemanden gegen dessen Lebensrealität von Unsicherheit, Trauer oder Konflikten befreien. Ziel ist nicht eine makellose Persönlichkeit.

Bei akuten psychischen Erkrankungen, erheblichen körperlichen Symptomen, Suchterkrankungen oder komplexen diagnostischen Fragen können weitere Fachpersonen und Versorgungsangebote notwendig sein. Ob der ambulante Rahmen in der Praxis in 1190 Wien ausreicht, wird verantwortungsvoll geklärt. Bei Bedarf kann eine ärztliche oder spezialisierte Abklärung empfohlen werden.

Akute Krise oder unmittelbare Gefahr

Das Kontaktformular wird nicht laufend als Krisenkanal überwacht. Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, unmittelbarer Gefahr oder wenn Sie sich nicht sicher durch die nächsten Stunden bringen können, wählen Sie in Österreich die Rettung 144 oder den Euronotruf 112. Der Sozialpsychiatrische Notdienst Wien ist rund um die Uhr unter 01 313 30 erreichbar. Die TelefonSeelsorge bietet unter 142 österreichweit kostenlose, vertrauliche Gespräche rund um die Uhr.

Häufige Fragen

Brauche ich für Selbstwertarbeit eine psychische Diagnose?

Nein. Psychotherapeutische Anliegen können auch in belastenden Lebenssituationen oder bei wiederkehrenden Mustern bestehen, ohne dass Sie selbst eine Diagnose mitbringen. Im Erstgespräch wird geklärt, welcher Rahmen fachlich angemessen ist.

Ist Persönlichkeitsentwicklung dasselbe wie Coaching?

Nein. Überschneidungen in einzelnen Themen sind möglich, doch Psychotherapie ist ein gesetzlich geregeltes Heilverfahren und bezieht psychisches Leiden, Beziehungserfahrungen und emotionale Prozesse ein. Welches Format passend ist, hängt von Anliegen und Belastung ab.

Bedeutet ein niedriger Selbstwert, dass ich eine Persönlichkeitsstörung habe?

Nein. Selbstzweifel oder starke Selbstkritik allein erlauben keine solche Schlussfolgerung. Eine Persönlichkeitsstörung wird fachlich anhand umfassender Kriterien und des längerfristigen Verlaufs beurteilt. Eine Onlinebeschreibung ersetzt keine Diagnostik.

Muss ich lernen, mich immer positiv zu sehen?

Nein. Ein realistischer und respektvoller Umgang mit sich selbst lässt auch Schwächen, Fehler und schwierige Gefühle zu. Es geht nicht darum, jede Unsicherheit durch positive Behauptungen zu überdecken.

Kann ich konkrete Konflikte aus Arbeit oder Beziehung mitbringen?

Ja. Konkrete Situationen können helfen, innere Bewertungen, Bedürfnisse und Beziehungsmuster nachvollziehbar zu machen. Der therapeutische Rahmen ersetzt jedoch keine Rechts-, Personal- oder Paarberatung, sofern diese fachlich erforderlich ist.

Wie schnell verändert sich der Selbstwert?

Eine seriöse Zeitangabe ist ohne persönliche Einschätzung nicht möglich. Manche alltagsnahen Schritte werden rasch sichtbar, während tief verankerte Muster mehr Zeit benötigen können. Verlauf und Ziele werden gemeinsam überprüft und bei Bedarf angepasst.

Erstgespräch in Wien-Döbling anfragen

Wenn Selbstkritik, Anpassung oder Unsicherheit Ihren Alltag einengen, können Sie eine kurze Anfrage über das bestehende Formular senden. Im Erstgespräch lässt sich ohne Entscheidungsdruck klären, was Sie sich wünschen und ob der Rahmen bei Wioleta Bryniarska, BA.pth., Psychotherapeutin i.A.u.S., für Ihre Situation passend sein kann.

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Erster Kontakt

In Ruhe klären, ob der Rahmen passt.

Im Erstgespräch können Sie Ihr Anliegen schildern und offene Fragen besprechen. Danach entscheiden Sie in Ruhe über mögliche nächste Schritte.

Akute Krise: Die Praxis ist keine Notfallstelle. Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01 31330; bei unmittelbarer Gefahr 144 oder 112, bei akuter Gewalt auch Polizei 133. Auch Suizidgedanken ohne konkreten Plan können dringende Hilfe erfordern.